Im Westen Syriens kommt es seit Anfang März 2025 zu heftigen Auseinandersetzungen zwischen verfeindeten Bevölkerungsgruppen. Dies führt zu einer Belastung des ohnehin schon prekären Gesundheitssystems. Die Regierung hat daher einen Beitrag zugunsten der Hilfsorganisation «Ärzte ohne Grenzen» beschlossen.
Seit einigen Wochen hat sich die Lage in Syrien erheblich verschärft. Weit mehr als 1000 Menschen sind getötet und eine Vielzahl verletzt worden. Hintergrund ist ein Konflikt zwischen Mitgliedern der Minderheit der Alawiten und den mehrheitlich sunnitischen Sicherheitskräften der neuen Regierung. Die Alawiten werden dabei mit dem früheren Machthaber Baschar Hafiz al-Assad in Verbindung gebracht.
Die Ereignisse stellen für die ohnehin prekären Gesundheitseinrichtungen eine grosse Belastung dar. Die St.Galler Regierung hat beschlossen, einen Beitrag zur Sicherung der Gesundheitsversorgung zu leisten und richtet einen Beitrag in Höhe von 30'000 Franken aus dem Katastrophenhilfe-Kredit des Lotteriefonds aus. Der Beitrag geht zugunsten der Hilfsorganisation «Ärzte ohne Grenzen» (Médecins sans frontières).
Auswirkungen von Budgetkürzungen
«Ärzte ohne Grenzen» bietet im kriegsgeschädigten Land seit Jahren medizinische Dienste in Gesundheitszentren und mobilen Kliniken an. Die Organisation unterstützt auch die Spitäler im umkämpften Nordwesten mit medizinischem Material und bietet logistische Unterstützung sowie Schulungen zur Bewältigung des Anstiegs von Verletzten. Der Hilfsbedarf ist laut «Ärzte ohne Grenzen» gross, auch weil ein Teil der Spitäler wegen Budgetkürzungen etwa seitens der US-Behörde für Entwicklungszusammenarbeit (USAID) geschlossen wurde. Daher habe sich der Zustrom von Patientinnen und Patienten bei den von «Ärzte ohne Grenzen» unterstützten Spitälern erhöht.