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Amt für Natur, Jagd und Fischerei
Neues aus unserem Amt
Newsletter ANJF 2024-03
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Herzlich willkommen zum dritten Newsletter – diesmal vollgepackt mit Themen, die für Natur und Umwelt wirklich *fischig* sind! Ob Sie nun wissen möchten, warum Neophyten auf keinen Fall zu Ihren liebsten Gartenbewohnern werden sollten, was das neue Merkblatt zum Grabenunterhalt für Sie bereithält, oder ob Sie sich schon immer gefragt haben, was PFAS mit unseren Fischen zu tun hat – wir haben die Antworten! Zusätzlich gibt's Infos zur Schonzeit für die Äsche und ein brandneues Forschungsprojekt, das Wald, Wild und Grossraubtiere in ein harmonisches Gleichgewicht bringen will. Und sollten Sie bei Wildunfällen helfen: Eine neue Nummer der Kantonspolizei steht für Sie bereit.
ABTEILUNG NATUR UND LANDSCHAFT
Praxishilfe Neophyten
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Aufgrund der geänderten Bestimmungen zum Inverkehrbringen von gewissen invasiven Pflanzen haben wir die bewährte Praxishilfe invasive Neophyten überarbeitet. Die Broschüre wurde mit neuen Arten ergänzt und enthält weiterhin alle für die Praxis hilfreichen Informationen zu den relevantesten Arten im
Kanton.
Weitergehende Informationen - auch zu weiteren Arten (infoflora) neues Fenster
Merkblatt Grabenunterhalt
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Die Schnittnutzung der Flachmoore im Kanton St. Gallen erfordert oft eine Grabenpflege, die bevorzugt von Hand durchgeführt wird. Ist dies nicht möglich, kann maschineller Unterhalt nötig sein, der in Schutzgebieten stets bewilligungspflichtig ist. Wir haben ein Merkblatt erstellt, das das Bewilligungsverfahren und Grundsätze für eine schonende Grabenpflege erläutert. Es beschreibt, wann direkt ein Antrag möglich ist und wann ein Verfahren über die Gemeindeverwaltung erforderlich ist.
ABTEILUNG FISCHEREI
PFAS-Werte in Speisefischen aus St. Gallen Seen: Die Resultate
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Am 1. Februar 2024 wurde das Lebensmittelrecht angepasst und für Speisefische Höchstwerte von gewissen PFAS (Per- und polyfluorierte Alkylverbindungen) festgelegt. Fische, die diese Höchstwerte überschreiten, dürfen nicht veräussert werden und müssen vom Markt entfernt werden.
Im Sommer 2024 hat das ANJF Fische vom Boden-, Walen-, und Zürichsee auf PFAS-Gehalte untersuchen lassen. Die Proben von Felchen, Rotauge, Egli und Trüschen lagen in allen drei Seen deutlich unter den gesetzlichen Höchstwerten für PFAS-Substanzen. Auch sämtliche Hechtproben waren im Walensee und im Zürich-Obersee unter dem Grenzwert. Allerdings überschritten vier der neun Proben von Hechten aus dem Bodensee den zulässigen PFOS-Höchstwert von 7 μg/kg. Drei dieser Proben bewegten sich allerdings nahe am zulässigen PFOS-Höchstwert. Insgesamt liegt der Mittelwert der PFOS-Konzentrationen im Muskelfleisch der neun untersuchten Bodenseehechte bei 6.5 μg/kg (Streu [1] ung 1.3–12 μg/kg) und somit unter dem Höchstwert von 7 μg/kg.
Äsche - Einschränkung Befischung ab 1. Januar 2025 im Linthkanal
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Der Äsche, aber auch den anderen Fischarten im Linthkanal, geht es sehr schlecht. Im Jahr 2023 wurden im gesamten Linthkanal nur noch 28.8 kg (60 Stück) Äschen gefangen; dies sind nur noch 26 % des Vorjahresfanges. Der Gesamtfang 2023 betrug nur noch 46 kg. Verglichen mit dem Zehnjahresmittel von 416 kg ist dies ein Rückgang auf nur noch etwas mehr als 10 %.
Die in den letzten Jahren getroffenen und seit 2020 umgesetzten Massnahmen zur Verbesserung der Situation (drei Aktionsfelder: Lebensraumaufwertungen, Kormoranbejagung, und fischereiliche Schonmassnahmen) zeigen bisher nicht die gewünschte Wirkung. In Anbetracht des dramatischen Einbruches der Fangzahlen 2023 sind nun weitere Massnahmen in allen drei Aktionsfeldern dringend nötig. Die Fischereikommission für den Zürichsee, Linthkanal und Walensee hat deshalb an ihrer Sitzung im Juni weitere Verschärfungen beschlossen. Nebst Anpassungen bei den Ködern und der Einführung einer Tageshöchstmenge max. 1 Forelle und Äschen wurde vor allem auch ein komplettes und ganzjähriges Fischereiverbot für den ganzen Linthkanal vom Walensee bis nach Benken beschlossen. Befristet auf die Jahre 2025-2027 ist die Fischerei nur noch im unteren Teil des Linthkanals von Benken bis zur Mündung in den Zürichsee möglich. Gleichzeitig wird die Kormoranbekämpfung im Linthkanal weitergeführt. Zudem werden weitere Lebensraumverbesserungen zusammen mit dem Linthwerk geplant und hoffentlich bald umgesetzt.
Refresherkurs private Fischereiaufseher
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Um die bestehenden freiwilligen privaten Fischereiaufseher und Aufseherinnen (pFA) zu schulen, werden wir einen obligatorischen Auffrischungskurs Mitte November auf unserer Homepage freischalten.
Alle bisherigen registrierten Fischereiaufseher erhalten dazu eine Mail oder einen Brief mit dem Link, damit die die Unterlagen bearbeitet und die Erfolgskontrolle und Bestätigung ausgefüllt werden kann. Im Januar 2025 werden die neuen Ausweise versendet.
ABTEILUNG JAGD
Neue Nummer Wildunfall
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Jägerinnen und Jäger, welche von der Kantonalen Notrufzentrale an einen Wildunfall aufgeboten werden, sind gebeten, ihre Erledigungsmeldung neu auf die Nummer
058 229 33 93
zu machen. Die Nummer 117 nur für Notfälle wählen.
Forschungsprojekt Wald Wild
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Ein Forschungsprojekt im Weisstannen- und Taminatal untersucht die Zusammenhänge zwischen Wald, Huftieren und Raubtieren. Ziel ist die Entwicklung eines langfristigen Monitorings für Huftiere, Raubtiere und Baumverjüngung, das Einflussfaktoren wie Jagd, Forst und Freizeitaktivitäten berücksichtigt. Dabei werden Fotofallen und Daten zu Raubtieren und menschlichen Aktivitäten einbezogen. Die Ergebnisse sollen im Wildtier- und Landschaftsmanagement genutzt werden. Eine zentrale Frage ist der Einfluss grosser Beutegreifer auf Paarhufer und die Waldverjüngung; das Projekt wird durch eine Stiftung finanziert.
Projekt "Integriertes Monitoring und Management" neues Fenster
Hegeschau 7. März 2025
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Tauchen Sie ein in die faszinierende Welt unserer heimischen Wildtiere! Die Hegeschau 2025 lädt Sie ein, die Ergebnisse der strategischen Jagdplanung des Kantons St. Gallen hautnah zu erleben. Erfahren Sie, wie sich die Wildbestände entwickelt haben, welche Herausforderungen Flora und Fauna im vergangenen Jahr bewältigen mussten. Diese Veranstaltung ist nicht nur für Jägerinnen und Jäger interessant, sondern für alle Natur- und Tierfreunde, die mehr über den Schutz und die Pflege unserer Lebensräume erfahren möchten. Bleiben Sie gespannt auf interessante Exponate und Expertenvorträge.
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Amt für Natur, Jagd und Fischerei
Davidstrasse 35
9001 St. Gallen
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